Praxis der Sozialassistentin / des Sozialassistenten

Der Blick auf den Stellenmarkt der einzelnen Bundesländer zeigt, dass der Beruf der Sozialassistentin / des Sozialassistenten auf dem Vormarsch ist, aber längst noch nicht überall fester Bestandteil der Arbeitswelt geworden ist. Das im  Vergleich zum Beruf  der Erzieherin / des Erziehers oder der Heilerziehungspflegerin / des Heilerziehungspflegers oft geringere Gehalt ist für viele junge Menschen jedoch  kein Hinderungsgrund, eine Ausbildung zur Sozialassistentin / zum Sozialassistenten aufzunehmen, denn sie betrachten diese Ausbildung oft  als eine gute  Möglichkeit der Berufsorientierung und als ersten Einstieg, z. B.  in den sozialpädagogischen oder pflegerischen Bereich.

In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel Niedersachsen und Thüringen, spielt der Beruf der Sozialassistentin/ des Sozialassistenen in der Kinderbetreuung und bei ambulanten sozialen Diensten eine Rolle. Dort arbeiten Sozialassistentinnen und Sozialassistenten oft in einem Team bzw. zusammen mit anderen Berufsgruppen, zum Beispiel mit Erzieherinnen/erziehern   und Kinderpflegerinnen/ Kinderpflegern.  Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung gehört zum Aufgabenbereich in Kindertagesstätten immer häufiger auch die Betreuung von unter dreijährigen Kinder. Und nicht selten helfen Sozialassistentinnen und Sozialassistenten auch in den neu entstandenen Bereichen der Ganztagsbetreuung für Kinder. Dazu können  je nach Einrichtung  z. B. die Unterstützung in der  Küche, im Essbereich und bei älteren Kindern die Hausaufgabenbetreuung gehören.

Bei den Pflegediensten und ergänzenden Diensten von privaten Anbietern und Verbänden wie Awo, Caritas und Diakonie werden Sozialassistentinnen und Sozialassistenten für die Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen in deren häuslichen Bereich eingesetzt. Heimaufenthalte von Senioren und behinderten Menschen sollen auf diesem Weg verhindert oder zumindest verzögert werden. Aufgabengebiete der Sozialassistentinnen und Sozialassitenten sind hier zum Beispiel Einkäufe, Spaziergänge, Beratung, Kochen, Waschen, also vor allem auch unterstützende Tätigkeiten im Haushalt. Leichtere Aufgaben bei der häuslichen Pflege von bettlägerigen Menschen können ebenfalls von Sozialassistentinnen und Sozialassitenten  übernommen werden. Zum Teil werden Sozialassistentinnen und Sozialassistenten auch in Altenpflegeheimen eingesetzt, wo sie die gelernten Altenpflegerinnen und Altenpfleger in ihrem Arbeitsalltag unterstützen.


Ideal erscheint der Beruf der Sozialassistentin / des Sozialassistenten vor diesem Hintergrund zum Beispiel  für junge Männer, „mit sozialer Ader“, die sich für ihre Mitmenschen engagieren möchten, für Mütter und Wiedereinsteigerinnen in die Arbeitswelt, die nicht die zeitlichen Möglichkeiten einer 40-Stunden-Woche haben oder nach einer längeren Berufspause nicht mehr in Vollzeit arbeiten können oder wollen. Denn: Es fällt zurzeit leider noch auf, dass weder im Bereich Kinderbetreuung noch in den Pflegeheimen und bei der ambulanten häuslichen Pflege und Betreuung eine große Zahl von Vollzeitstellen für Sozialassistentinnen angeboten werden. Üblich sind hier  in der Regel  (noch) Teilzeitstellen und/oder auch 400-Euro- bzw. „Mini-„Jobs.

2 Kommentare

  1. Hallo Susanne,
    Ja, das Stimmt, ist nicht böse gemeint… Du muss bedenken das dieser Text im Februar 2012 entstanden ist … Ich werde versuchen die Informationen zu Überarbeiten.

  2. HALLOOOO????!!!!!! Wir schreiben das Jahr 2015!! Es gibt auch Jungs im Beruf oder in der Ausbildung!
    Wer hat denn die Beschreibung verfasst?????!!! Es gibt auch Männer, die wieder in den Beruf einsteigen wollen!!!

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